Im Lennebergwald sind Esel unterwegs


An verschiedenen Stellen im Lennebergwald sind zur Zeit Esel unterwegs.
Ihre Aufgabe ist es , die wuchernden Brombeergebüsche zurückzudrängen, damit die für den Lennebergwald typische Sandflora wieder eine Chance hat, zu gedeihen und sich auch die Kiefern wieder verjüngen können.
Die Esel haben nämlich die erfreuliche Eigenschaft, dornige Gehölze zu verbeißen , jedoch die Kiefern zu schonen und sogar von konkurrierenden Gewächsen freizustellen.
Ein durchaus erwünschter Nebeneffekt der Beweidung ist es, dass die Gebüsche als Verstecke und Lebensräume der Wildschweine verloren gehen.
Das ist insbesondere entlang der Landstraßen und Autobahnen positiv , denn dort werden die Wildschweine häufig Opfer des Straßenverkehrs.
Die Esel sind sehr neugierig und kommen gerne an die Wege, an denen sich die Elektrozäune befinden. Waldbesucher sollen diese Einzäunungen beachten und die Beweidungsflächen nicht betreten, insbesondere auch nicht mit Hunden und diese auch keinesfalls frei laufen lassen. 
Esel sind - im Gegensatz zu Pferden - keine Fluchttiere und wehren sich gegen eindringende Hunde und sind durchaus in der Lage, diese durch Bisse und Tritte schwer zu verletzen oder gar zu töten.
Die Esel dürfen auch keinesfalls gefüttert werden; sie werden natürlich täglich versorgt, bekommen frisches Wasser und bei Bedarf Futter. Ihre Lieblingsspeise sind jedoch im Moment Brombeerblätter, von denen sie in den Beweidungsflächen jede Menge finden. Auch findet sich für extremste Wetterlagen ein Weideunterstand auf den Flächen, den die Esel jedoch selten aufsuchen.
Sie lassen sich sogar gerne einschneien, wie dieses Bild vom Dezember 2017 aus dem Lennebergwald zeigt.