Mistelbefall im Lennebergwald


Bei knackiger Kälte und strahlendem Sonnenschein lohnt sich jetzt ein Spaziergang durch den Lennebergwald. Schauen Sie mal in die Kronen der Kiefern. Außer den mehr oder weniger dicht benadelten Zweigen, entdecken Sie sicher auch hellgrüne "Bälle" an den Ästen und Stämmen. Das sind Kiefernmisteln, ein Halbschmarotzer, der zwar selbst Photosynthese betreibt, das dafür benötigte Wasser und die Nährstoffe aber seinem Wirtsbaum, der Waldkiefer, "raubt". Die Kiefernmistel kann sich nur an bereits geschwächten Bäumen ansiedeln; gesunde Bäume können durch ihr Dickenwachstum die Senker der auf dem Holz gelandeten Mistelbeere überwachsen. Von Misteln befallene Bäume werden durch den Wasser- und Nährstoffbedarf der Mistel weiter geschwächt und werden leichter Opfer von Trockenheit und Borkenkäferbefall.
 
Einen Bericht aus der Allgemeinen Zeitung finden Sie hier.
 
Einen wissenschaftlichen Artikel zu den Misteln von der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft aus dem Jahr 2017 finden Sie hier .