Pflanzung von Mainzer Sand Kiefern


Im Lennebergwald wurde in den letzten Tagen damit begonnen, die Waldbestände, die infolge der Trockenheit im Sommer 2015 und dem nachfolgenden Borkenkäferbefall in 2016 und 2017 stark aufgelichtet wurden, wieder zu bepflanzen.siehe hierzu ein Bericht der Allgemeinen Zeitung vom 23.September 2017
Dafür werden einjährige Kiefern verwendet, die aus Samen einheimischer Kiefern nachgezogen wurden.
Im Jahr 2016 wurden dazu von  über 200 Jahre alte Kiefern im Mainzer Sand  Zapfen geerntet . Aus den Zapfen wurden in der Samenklenge von Landesforsten Rheinland-Pfalz in Elmstein im Pfälzer Wald die Samen gewonnen , aus denen in den nächsten 20 Jahren Kiefern nachgezogen werden können.
Die Kiefern im Mainzer Sand haben sich dort über viele Baumgenerationen entwickelt und dabei an die besonderen Boden- und Klimabedingungen von Mainz angepasst.
Aus einer wissenschaftlichen Untersuchung der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft der Rheinlnad-Pfälzischen Landesforsten wissen wir, dass diese "Mainzer Sand Kiefern" genetisch sehr vielfältig sind, während die nach dem Zweiten Weltkrieg gepflanzten jüngeren Kiefernbestände des Lennebergwaldes genetisch eng miteinader verwandt sind und deshalb weniger stabil und anpassungsfähig in Hinblick auf Klimaveränderungen sind.
Neben Kiefern werden im Lennebergwald auch Laubbaumarten gepflanzt, die an die besonderen Bedingungen angepasst sind , wie Stieleiche, Elsbeere und Speyerling.
Mit diesen Maßnahmen soll der Lennebergwald auch "fit gemacht" werden für den bereits laufenden Klimawandel .
 
Bilder der "Nesterpflanzung" von Mainzer Sand-Kiefern im Lennebergwald finden Sie hier  und Bilder der Kiefern im Mainzer Sand
Dazu ein aktueller Beitrag aus dem SWR Fernsehen SWR aktuell Rheinland-Pfalz Wetter von Montag 16.Oktober 2017 , 18 Uhr , Dauer 4:54 Minuten, verfügbar bis 16.10.2018 :
 
 Hier finden Sie Informationen zu diesem Erhaltungsprojekt.