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Eichel-Mast im Lennebergwald; Förster bittet um Unterstützung !

Der Sommer 2022 war für den Lennebergwald mit seiner Hitze und Trockenheit nicht gut, aber er hat ihm auch eine reiche Ernte an Eicheln beschert. Das war schon nach den heiß-trockenen Sommern 20218 und 2020 so und ist kein gutes Zeichen, denn Eichen bringen normalerweise nur alle 5 bis 10 Jahre eine volle Mast an Eicheln hervor. Das die Eicheln jetzt so häufig fruktifizieren, könnte ein Zeichen dafür sein, dass sie angesichts des Trockenstresses darauf eingestellt sind, bald zu sterben und daher ihr Erbgut noch einmal reproduzieren wollen.

Der starke Fruchtanhang gibt uns Forstleuten allerdings auch die Chance , den eigentlich von Natur aus höheren Anteil an Eichen im Lennebergwald in den jungen Altersphasen des Waldes wieder etwas zu erhöhen.

Besonders wichtig ist das in den durch das Kiefernsterben stark aufgelichteten trockenen Bereichen des westlichen Lennebergwaldes bei Heidesheim-Uhlerborn.

Da dort nur wenige alte Eichen stehen, werden wir dort in kleinen Zäunen, die vor Wildverbiß schützen , Eicheln säen.

Außerdem wollen wir die natürlichen Helfer für die Ausbreitung der Eiche "einspannen ", nämlich den Eichelhäher und das Eichhörnchen . Diese sammelt im Herbst Eicheln, verzehren nur einen kleinen Teil davon und verstecken die meisten Eicheln als Wintervorrat im Boden. Ein großer Teil davon wird nicht wieder gefunden und keimt im Frühjahr.

Wir wollen daher dem Eichelhäher gesammelte Eichen in sogenannten Eichelhäherkästen zur Verfügung stellen.

Um möglichst viele unserer heimischen Eichen sammeln, benötigen wir Hilfe , insbesondere von Kindergärten und Schulklassen.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Förster Stefan Dorschel unter stefan.dorschel(at)wald-rlp.de